Hilfe für Alina – Ein Bericht

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Vor einigen Tagen wurde im Radio über die Notlage der 16-jährigen Alina berichtet, die an einer schweren neurologischen Erkrankung leidet und rund um die Uhr auf Pflege angewiesen ist. Die Familie plante daher auf das Land zu ziehen, um Alina ihre verbleibende Lebenszeit in der Natur zu ermöglichen. Dabei wurde ein behindertengerechter Umbau des Hauses notwendig, um die Pflege zu ermöglichen. Über den Rundfunk wurden Helfer für die Umbauarbeiten gesucht.

Dieser Aufruf erreichte auch einige Soldaten des JgBB, die nach Absprache mit dem MilKdo und dem BaonKdt ihre Hilfeleistung anboten. Bereits nach wenigen Tagen wurde angefragt, ob man für den Abtransport von Erdaushubmaterial kurzfristig „Manpower“ zu Verfügung stellen könne. Nach einem Aufruf auf der Homepage des JgBB meldeten sich rasch ein Team aus 7 Offizieren und Unteroffizieren, die sich dann am Mittwoch, den 25. Juni zeitig in der Früh auf der Baustelle einfanden.

Unter der bewährten Organisation des DfUO der 1. Kp OWm Alfred HÖNIGSCHNABL begannen die Milizsoldaten eine Terrasse abzutragen und die durch einen Kleinbagger ausgehobene Erde mittels Scheibtruhen abzutransportieren. Dies war vor allem deshalb notwendig, da aufgrund der baulichen Begebenheiten nur ein enger Durchlass vorhanden war und so kein Fahrzeug zufahren konnte. Schneller als erwartet hatten die Soldaten im Laufe des Vormittags die zwei vorhandenen Baumulden mit Erde befüllt. Da die Baufirma an diesem Tage keine weiteren Mulden zur Verfügung stellen konnte, organisierte OWm Hönigschnabl auf kurzen Wege einen einheimischen Landwirt, der ab dann mit seinem Kipper die Erde wegfuhr.

Zwischendurch war es auch möglich mit dem Vater von Alina zu plaudern und mehr über ihr schweres Schicksal und über die Herausforderungen für ihre Familie zu erfahren. Der Vater von Alina konnte es gar nicht fassen, als ihm erklärt wurde, dass es sich bei den fleißigen Helfern um Milizsoldaten handelte, die sich alle für diesen Tag freigenommen hatten.

Nach einem anstrengenden Tag hatten die Soldaten des JgBB rd. 50m3 Erde und Beton abtransportiert und die Fundamente der Terrasse abgetragen. Müde, aber glücklich über den sichtbaren Erfolg ihrer Mühe verabschiedeten sich die Angehörigen des JgBB und überreichten als kleine Geste einen Bataillonswimpel sowie eine Kappe und ein Leibchen für Alina.

Die Soldaten des JgBB haben mit dieser Hilfsaktion bewiesen, dass sie den Spruch „Helfen, wenn andere nicht mehr können“ nicht als leere Worte verstehen, sondern dass sie auch abseits ihres militärischen Auftrags bereits sind, sich für die Menschen im Land einzusetzen. Ein herzliches Danke an alle Helfer für ihren selbstlosen Einsatz und nochmals die besten Wünsche an Alina und ihre Familie.

Wir werden weiterhin kommen, wenn man uns braucht.

Hptm Günther SITTINGER

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